Adolf Hitler über die nationalsozialistische Form des "Sozialismus" (1932)

Das Verhältnis von Nationalsozialismus und Sozialismus hat erhebliche Debatten ausgelöst. Die Mehrheit der Historiker behauptet, der Nationalsozialismus stehe neben dem italienischen Faschismus auf der rechten Seite des politischen Spektrums. Die Nazis, so argumentieren sie, waren Hypernationalisten, die von militärischer und staatlicher Macht und sozialer Kontrolle besessen waren. Anders als die der Marxisten strebte die Nazipolitik keine wirtschaftliche Nivellierung, die Ausrottung von Klassen- oder Privateigentum oder die Umverteilung von Wohlstand an.

Trotzdem argumentieren einige konservative Historiker, dass der Nationalsozialismus ein fraktioneller Ableger oder eine bastardisierte Form des Sozialismus ist. Sie verweisen auf die Nomenklatur („Nationalsozialismus“), die nationalsozialistische Kontrolle und Regulierung der deutschen Wirtschaft und ihre umfangreichen öffentlichen Ausgabenprogramme. Diese Argumentation wurde in jüngster Zeit von vielen konservativen und rechtsextremen politischen Experten wiederholt.

Hitler-Nazismus-Sozialismus
Adolf Hitler, fotografiert mit deutschen Kindern während seiner 1932-Präsidentschaftskampagne

Das folgende Dokument enthält Adolf HitlerErklärung der nationalsozialistischen Form des Sozialismus. Es stammt aus einem Interview mit Hitler, das der deutsch-amerikanische Schriftsteller und Nazi-Sympathisant George Sylvester Viereck geführt hat. Das Interview erschien in Freiheit Magazin am 9.Juli 1932:

'Wenn ich Deutschland übernehme, werde ich den Tribut im Ausland und den Bolschewismus im Inland beenden.'

Adolf Hitler leerte seine Tasse, als enthielte sie nicht Tee, sondern das Lebenselixier des Bolschewismus.

Der Bolschewismus, der Chef der Braunen Hemden, so die Faschisten Deutschlands weiter, sei unsere größte Bedrohung. Wenn Sie den Bolschewismus in Deutschland töten, stellen Sie 70 Millionen Menschen wieder an die Macht. Frankreich verdankt seine Stärke nicht seinen Armeen, sondern den Kräften des Bolschewismus und der Zwietracht in unserer Mitte.

Ich traf Hitler nicht in seinem Hauptquartier, dem Braunen Haus in München, sondern in einem Privathaus, dem Wohnhaus eines ehemaligen Admirals der deutschen Marine. Wir haben das Schicksal Deutschlands bei den Teetassen besprochen.

"Warum", fragte ich Hitler, "nennen Sie sich Nationalsozialist, weil Ihr Parteiprogramm genau die Anthese dessen ist, was allgemein im Sozialismus anerkannt ist?"

"Sozialismus", erwiderte er und stellte seine Tasse Tee ab, "ist die Wissenschaft des Umgangs mit dem Gemeinwohl [Gesundheit oder Wohlbefinden]." Kommunismus ist kein Sozialismus. Marxismus ist kein Sozialismus. Die Marxer haben den Begriff gestohlen und seine Bedeutung verwechselt. Ich werde den Sozialisten den Sozialismus wegnehmen.

Der Sozialismus ist eine alte arische, germanische Institution. Unsere deutschen Vorfahren hatten bestimmte Länder gemeinsam. Sie pflegten die Idee des Gemeinwohls. Der Marxismus hat kein Recht, sich als Sozialismus zu verkleiden. Der Sozialismus lehnt im Gegensatz zum Marxismus das Privateigentum nicht ab. Im Gegensatz zum Marxismus beinhaltet es keine Negation der Persönlichkeit und im Gegensatz zum Marxismus ist es patriotisch.

„Wir hätten uns die Liberale Partei nennen können. Wir haben uns Nationalsozialisten genannt. Wir sind keine Internationalisten. Unser Sozialismus ist national. Wir fordern die Erfüllung der gerechten Ansprüche der Produktivklassen durch den Staat auf der Grundlage der Rassensolidarität. Staat und Rasse sind für uns eins…

"Was", fuhr ich mit meinem Kreuzverhör fort, "sind die Grundbretter Ihrer Plattform?"

„Wir glauben an einen gesunden Geist, an einen gesunden Körper. Die Körperpolitik muss gesund sein, wenn die Seele gesund sein soll. Moralische und körperliche Gesundheit sind synonym. '

"Mussolini", warf ich ein, "sagte dasselbe zu mir". Hitler strahlte.

"Die Slums", fügte er hinzu, "sind für neun Zehntel verantwortlich, Alkohol für ein Zehntel aller menschlichen Verderbtheit." Kein gesunder Mann ist ein Marxianer. Gesunde Männer erkennen den Wert der Persönlichkeit. Wir kämpfen gegen die Kräfte der Katastrophe und der Entartung. Bayern ist vergleichsweise gesund, weil es nicht vollständig industrialisiert ist. Wenn wir Deutschland retten wollen, müssen wir dafür sorgen, dass unsere Bauern dem Land treu bleiben. Dazu müssen sie Raum zum Atmen und Raum zum Arbeiten haben. '

"Wo finden Sie den Raum zum Arbeiten?"

„Wir müssen unsere Kolonien behalten und nach Osten expandieren. Es gab eine Zeit, in der wir die Weltherrschaft mit England hätten teilen können. Jetzt müssen wir unsere verkrampften Glieder nur nach Osten strecken. Die Ostsee ist notwendigerweise ein deutscher See. '”