Robert Ley

Robert Ley
Robert Ley

Robert Ley war ein hochrangiger Naziführer, der das Arbeitsprogramm des Regimes überwachte. Ley wurde 1890 in Niederbreitenbach als Sohn eines Bauern mit 11 Kindern geboren. Er war akademisch begabt, studierte an mehreren Universitäten und promovierte 1920 in biologischer und Ernährungschemie. Ley stellte sein Studium ein, um sich während des Ersten Weltkriegs der deutschen Armee anzuschließen. Er diente als Aufklärungsoffizier und verbrachte Zeit als Gefangener von Krieg. Nach dem Krieg arbeitete Ley für den deutschen Chemiekonzern IG Farben; Er wurde schließlich wegen wiederholter Trunkenheit entlassen. Ley war alarmiert über den geschwächten deutschen Staat und von Adolf Hitler angezogen. 1924 trat er der Nationalsozialistischen Partei (NSDAP) bei. Im folgenden Jahr wurde er ernannt Gauleiter für seine Heimat Rheinland. Er gab auch eine Kölner Zeitung heraus, die Westdeutscher Beobachter, die für die Veröffentlichung von antisemitischen Geschichten und Klatsch bekannt war.

Ley war ein bekannter starker Trinker und neigte zu unberechenbarem Verhalten, betrunkenem Geschwätz und Crackpot-Theorien. Er zeigte auch eine skrupellose Serie, die Straßenschlägereien auslöste und seine Zeitung dazu benutzte, jüdische Geschäftsleute zu erpressen. Trotz seiner Instabilität (oder vielleicht auch deswegen) stieg Ley weiterhin in den Reihen von Regierung und Partei auf. Er wurde Abgeordneter des preußischen Parlaments in 1928 und Mitglied der Reichstag zwei Jahre später. Er war auch verantwortlich für die „Personalorganisation“ innerhalb der NSDAP, eine Rolle, die ihm beträchtlichen Einfluss verlieh. Ley war sehr unbeliebt bei anderen hochrangigen Nazis, die ihn als groben und inkompetenten Betrunkenen betrachteten. Er blieb Hitler jedoch nahe genug, um seine Position zu behalten.

Ley ist vor allem für die Organisation und Verwaltung der deutschen Belegschaft im Nationalsozialismus bekannt. Im Mai 1933 nahmen die Nazis Gewerkschaftsführer fest und verboten alle Gewerkschaften; Ley wurde die Aufgabe übertragen, diese Gewerkschaften in eine einzige staatliche Gewerkschaft zu integrieren: die Deutsche Arbeitsfront (DAF). Unter Leys Anleitung schuf die DAF neue Arbeitsgesetze und schuf eine neue Arbeitskultur, in der die Arbeitnehmer „Soldaten für die Wirtschaft“ waren. Einstellung und Entlassung, Löhne und Arbeitszeiten wurden vom DAF streng kontrolliert. Diese Einschränkungen wurden durch einige Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und die Bereitstellung günstiger subventionierter Ferien ausgeglichen. Unter Ley wuchsen die DAF-Mitglieder auf über 25 Millionen, obwohl sein persönlicher Beitrag zum Wachstum des DAF fraglich ist. Was sicherer ist, ist, dass der DAF Ley sehr reich gemacht hat. Korruption war weit verbreitet in der Deutsche Arbeitsfront und Ley und seine Akolythen füllten ihre Taschen mit DAF-Geldern, die aus den Mitgliedsbeiträgen deutscher Arbeiter stammten. Ley hielt auch gern Vorträge über Mäßigkeit und Nüchternheit, wenn er selbst fast täglich betrunken war.

Ley blieb während des Zweiten Weltkriegs in Hitlers innerem Kreis. In 1941 war er für die Instandhaltung der Wohnungen verantwortlich, eine schwierige Aufgabe angesichts der zunehmenden alliierten Bombardierung deutscher Städte. Ley blieb mit Hitler bis April 1945 in Berlin, als er nach Süddeutschland floh. Amerikanische Soldaten fanden ihn im Schlafanzug, versteckten sich in einem Privathaus und behaupteten, jemand anderes zu sein. Zusammen mit anderen hochrangigen Nazis wurde Ley wegen Kriegsverbrechen angeklagt und in Nürnberg vor Gericht gestellt. Er hat Selbstmord begangen, indem er vor Beginn der Prozesse aufgehängt hat.

Robert Ley

1. Robert Ley war gelernter Chemiker und Veteran des Ersten Weltkriegs. Er wurde ein Anhänger Hitlers, trat der NSDAP bei und stieg schnell durch die Reihen der Partei auf.

2. Ley war ein starker Trinker, der für sein betrunkenes Geschwätz, sein unberechenbares Benehmen und seine üblen Züge bekannt war. In seiner Anfangszeit bei der NSDAP provozierte er Straßenschlägereien und gab eine Zeitung heraus, die für ihren antisemitischen Inhalt bekannt war.

3. Ley ist vor allem als Leiter der Deutschen Arbeitsfront (DAF) bekannt, der Mitte 1933 gegründeten nationalsozialistischen Gewerkschaft. Unter seinem Kommando veränderte der DAF die Arbeitskultur, setzte Löhne fest, reduzierte die Arbeitnehmerrechte und wuchs auf mehr als 25 Millionen Mitglieder.

4. Ley und sein innerer Kreis profitierten ebenfalls stark vom DAF und stützten sich auf Mittel aus Mitgliedsbeiträgen der Arbeitnehmer. Er forderte die Arbeiter auch auf, trotz seiner eigenen Probleme mit Alkoholismus nicht zu trinken.

5. Ley blieb Hitler bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs treu. Er wurde später in Süddeutschland versteckt gefunden, beging jedoch Selbstmord, bevor er wegen Kriegsverbrechen vor Gericht gestellt werden konnte.


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