Zar Alexander III

Alexander III

Alexander III (1845-1894) war der Vater von Nikolaus II und der zweitletzte Romanow-Zar Russlands. Seine Regierungszeit war eine konservative Reaktion und die Unterdrückung von Revolutions- und Reformgruppen.

Alexander Alexandrowitsch Romanow wurde im Winterpalast in St. Petersburg als zweiter Sohn von Zar Alexander II. Während seiner Kindheit wurde Alexander von unterrichtet Konstantin Pobedonostsev, dessen Unterricht ihn mit religiöser Frömmigkeit und politischem Konservatismus gleichermaßen vertraut machte.

Alexander wurde 1865 der Zarewitsch Russlands, nachdem sein Bruder Nikolaus an Meningitis gestorben war. Auf Wunsch von Nicholas heiratete Alexander die Verlobte seines verstorbenen Bruders, Dagmar, eine dänische Prinzessin. Ihre Ehe war eine glückliche ohne bekannte Untreue. Es brachte sechs Kinder hervor, darunter den zukünftigen Nikolaus II.

Die Regierungszeit von Alexander III. Begann mit der Ermordung von Alexander II. Im März 1881. Der neue Zar war entsetzt über den Mord an seinem Vater, aber nicht ganz überrascht. Er hatte die Reformen der Mitte des 19.Jahrhunderts lange Zeit als zu liberal und freizügig angesehen. Das Wachstum gewalttätiger revolutionärer und anarchistischer Gruppen war ein unvermeidliches Nebenprodukt dieser Reformen.

Kurz nachdem er Zar geworden war, gab Alexander III eine Erklärung, in der er seinen Glauben an die „unerschütterliche Autokratie“ bekräftigt. Damit bekräftigte er sein Engagement für die Aufrechterhaltung der zaristischen Autokratie und die Vorherrschaft der orthodoxen Kirche. Alexanders Entscheidungsfindung wurde von seinem alten Lehrer Pobedonoststev unterstützt, der ihn während seiner Regierungszeit weiterhin beriet.

Der größte Teil seiner 13-Jahresregel wurde für die Stärkung der Autokratie ausgegeben. Das Okhrana (zaristische Geheimpolizei) wurde gebildet, während Regierungsbeamte weitreichende Befugnisse erhielten, um politische Dissidenten zu verhaften und ins Exil zu schicken. Russische Sprache, Kultur und Religion wurden den Völkern im ganzen Reich auferlegt („Russifizierung“). Der Ausschluss und die Verfolgung der russischen Juden eskalierten und führten in den 1880er Jahren zu zahlreichen Pogromen. Neben diesen Repressionen gab es eine Wirtschaftspolitik, die den Bau von Eisenbahnen und Schwerindustrien förderte.

Alexander starb plötzlich an einem Schlaganfall im November 1894. Die Krone ging an seinen Sohn Nicholas über, den Alexander privat geäußert hatte und der für die Führung ungeeignet war.

Zitierinformation
Titel: "Zar Alexander III"
Autoren: Jennifer Llewellyn, Michael McConnell, Steve Thompson
Herausgeber: Alpha-Geschichte
URL: https://alphahistory.com/russianrevolution/alexander-iii/
Veröffentlichungsdatum: 11. März 2019
Datum zugegriffen: 26. November 2022
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