Julius Martov

julius martov

Julius Martov (1873-1923) war ein russischer Politiker und Marxist Revolutionär. Abgestimmt mit Vladimir Lenin Zunächst wurde Martov später das prominenteste Mitglied der Menschewik Fraktion.

Julius Martov wurde in einer jüdischen Mittelklassefamilie geboren, die in der osmanischen Hauptstadt Konstantinopel lebte. Sein Vater arbeitete für eine russische Reederei und als Korrespondent für russische Zeitungen. Als Julius vier Jahre alt war, zog die Familie nach Odessa, dann nach St. Petersburg. In beiden Städten wurden sie antisemitisch belästigt.

Martov studierte an der Universität Naturwissenschaften und engagierte sich stattdessen in der Politik. Er soll seine revolutionären Überzeugungen als Teenager erworben haben, möglicherweise als Reaktion auf Repressionen unter Alexander III und die Hungersnot, die Russland in 1891-92 verwüstet hat. 

1892 wurde Martov wegen antizaristischer Aktivitäten verhaftet und zu zwei Jahren Exil in Wilna verurteilt. Bei seiner Rückkehr nach St. Petersburg lernte er den damaligen Jurastudenten Wladimir Uljanow kennen, und die beiden gründeten gemeinsam eine radikale Gruppe namens Union des Kampfes für die Emanzipation der Arbeiterklasse. Martov wurde erneut verhaftet und zu einer Zeit des Exils verurteilt, diesmal nach Sibirien.

In 1900 schloss sich Martov Lenin und anderen Mitgliedern der Sozialdemokratischen Partei in der Schweiz an. Dort gründeten die beiden die Parteizeitung Iskra. Die Spaltungen zwischen den beiden entstanden jedoch und gipfelten in der Spaltung von 1903, die zwei Parteifraktionen bildete: die Bolschewiki und die Menschewiki

Martov wurde der de facto Anführer der zweiten Fraktion. Er argumentierte, die Partei sollte dagegen agitieren bürgerlich Regierung, aber nicht direkt versuchen, es zu stürzen. Im Gegensatz zu rechten Elementen in der menschewistischen Bewegung widersetzte er sich dem Ersten Weltkrieg und der Beteiligung Russlands daran.

Martov ist vielleicht am besten dafür bekannt, dass er am Tag nach dem Oktoberrevolution. Er kehrte als Delegierter in die kurzlebige zurück Konstituierende Versammlung aber spielte keine bedeutende Rolle in der russischen Politik danach.

Martovs letzte Jahre verbrachte er im deutschen Exil, wo er im April 1923 starb.

Zitierinformation
Titel: "Julius Martov"
Autoren: Jennifer Llewellyn, Steve Thompson
Herausgeber: Alpha-Geschichte
URL: https://alphahistory.com/russianrevolution/julius-martov/
Veröffentlichungsdatum: 30. März 2019
Datum zugegriffen: 25. November 2022
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