Friedrich Ebert

friedrich ebert

Friedrich Ebert (1871-1925) war ein deutscher Gewerkschaftsführer, der zum sozialistischen Politiker und ersten Präsidenten der Weimarer Republik wurde.

Ebert wurde nur zwei Wochen nach der Vereinigung Deutschlands in Heidelberg geboren. Sein Vater Karl war ein katholischer Schneider mit einem erfolgreichen Geschäft, seine Mutter Katharina eine protestantische Hausfrau. Friedrich war das siebte von neun Kindern.

Ebert war ein kluger Schüler, der ermutigt wurde, in das Priestertum einzutreten, aber stattdessen mit 14 Jahren die Schule verließ. 1885 begann er eine Ausbildung zum Sattellehrling. Später in seiner politischen Karriere würde die rechte Presse Eberts Herkunft aus der Arbeiterklasse angreifen

Nach dem Qualifying arbeitete und reiste Ebert in verschiedenen deutschen Städten. Er interessierte sich auch für die Gewerkschaftsbewegung und trat der Sattlergewerkschaft und der Gewerkschaft bei Sozialdemokratische Partei (SPD).

1890 wurde Ebert zum Sekretär eines Gewerkschaftsverbandes in Hannover gewählt. Er stieg auch durch die Reihen der schnell wachsenden SPD auf, wurde 1905 Generalsekretär und 1913 Parteivorsitzender.

Wann Erster Weltkrieg Ebert und der Kern der SPD brachen 1914 aus und gaben der wilhelminischen Regierung bedingungslose Unterstützung für die Kriegsanstrengungen. Diese Kriegspolitik führte zur Fraktionierung der Partei und zur Bildung ihrer radikalen linken Splitter, der Unabhängige Sozialdemokratische Partei (USPD) und Kommunistische Partei (KPD)

Ebert wurde zu einer kritischen Figur, als die Regierung des Kaisers im Oktober 1918 zusammenbrach. Als Sozialdemokrat und nicht als Sozialist widersetzte sich Ebert Radikalismus und Revolution in der Hoffnung, dass Deutschland zu einer parlamentarischen Demokratie übergehen und sich entwickeln würde.

Im November 1918 erbte Ebert nach der Abdankung des Kaisers und dem Rücktritt von Bundeskanzler Max von Baden die Führung der neuen Republik. Im Januar des folgenden Jahres wurde er als erster Präsident der Weimarer Republik bestätigt.

Obwohl Ebert sich gut benahm und weithin respektiert wurde, teilte seine Präsidentschaft die Meinung. Er wurde von rechten Nationalisten gehasst, die ihn für schwach hielten, und von Sozialisten in seiner eigenen Partei, die ihn für einen Klassenverräter hielten.

Eberts Vertrauen in die Armee und die Freikorps seine eigene Regierung während der zu schützen Kapp-Putsch erwies sich als besonders umstritten. Unter Eberts Präsidentschaft behielten das Militär, die Junker-Aristokratie und sogar die Hohenzollern-Könige einen erheblichen Teil ihres Vorkriegsprestiges.

Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Ebert damit, feindliche Angriffe der nationalistischen rechten Presse, einige berechtigte Kritikpunkte und einige diffamierende zu bekämpfen. Diese Ereignisse belasteten Eberts eigene Gesundheit und trugen 1925 im Alter von 54 Jahren zu seinem vorzeitigen Tod bei.

Zitierinformation
Titel: "Friedrich Ebert"
Autoren: Jennifer Llewellyn, Steve Thompson
Herausgeber: Alpha-Geschichte
URL: https://alphahistory.com/weimarrepublic/friedrich-ebert/
Veröffentlichungsdatum: 15. September 2019
Datum zugegriffen: Heutiges Datum
Copyright: Der Inhalt dieser Seite darf ohne unsere ausdrückliche Genehmigung nicht erneut veröffentlicht werden. Weitere Informationen zur Verwendung finden Sie in unserer Nutzungsbedingungen.