Feng Guifen

Feng Guifen

Feng Guifen (1809-74, Wade-Giles: Feng Kuei-fen) war ein chinesischer Gelehrter, Schriftsteller und Reformer der Mitte des 19. Jahrhunderts. Er ist am bekanntesten als der ideologische Vater der Selbststärkende Bewegung.

Geboren in einer Familie wohlhabender Vermieter in der Provinz Jiangsu, arbeitete Feng sowohl im akademischen Bereich als auch im öffentlichen Dienst. Er verbrachte viel Zeit in Shanghai, wo er häufig mit westlichen Kaufleuten und Diplomaten in Kontakt kam.

Wie andere Neo-Konfuzianer verachtete Feng westliche Ausländer und verurteilte sie als Barbaren - aber er erkannte auch die Notwendigkeit, dass China westliche Methoden und Technologien anwendet und akzeptiert.

In 1861 veröffentlichte Feng Jiaobinlu Kangyi ('Essays of Protest'). Diese Aufsätze schlugen eine Reihe von Verbesserungen und Reformen vor, einschließlich Änderungen der Regierung, der Bürokratie und der Steuererhebungen. Sie führten auch eine Reihe spezifischer wissenschaftlicher Reformen und technischer Projekte auf.

Trotz dieser umfassenden Vorschläge. Feng bestand darauf, dass die chinesische Gesellschaft grundsätzlich konfuzianisch bleiben sollte. Er war bestrebt, westliche Technologie und Wissen zu kopieren und anzunehmen - aber nicht die Strukturen und Werte der westlichen Gesellschaft.

Feng starb in 1874, aber seine Schriften hatten einen starken Einfluss auf spätere Reformer, einschließlich Li Hongzhang, Kang Youwei und dem Guangxu Kaiser.

Zitierinformation
Titel: "Feng Guifen"
Autoren: Glenn Kucha, Jennifer Llewellyn
Herausgeber: Alpha-Geschichte
URL: https://alphahistory.com/chineserevolution/feng-guifen/
Veröffentlichungsdatum: 8. Januar 2019
Datum zugegriffen: 29. Juni 2022
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