Otto Braun

Otto Braun

Otto Braun (1900-1974, chinesischer Name: Li De) war ein in Deutschland geborener kommunistischer Aktivist, der die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) während der 1930 mitgestaltete.

Der gebürtige Bayern trat kurz vor dem Ende des Ersten Weltkriegs in die Bundeswehr ein, sah aber wenig Gefecht. Nach dem Krieg absolvierte Braun eine Lehrerausbildung, engagierte sich jedoch bald in der linken Politik und trat der Kommunistischen Partei Deutschlands in 1919 bei. Die deutsche Regierung sperrte ihn wegen politischer Umwälzung in die 1920 ein, doch Braun floh aus der Haft und floh nach Sowjetrußland.

Braun erhielt eine Ausbildung in Moskau, bevor er von der Komintern entsandt wurde, um der umkämpften KPCh Anleitung und Ratschläge zu geben. In 1933 kam Braun in den Jiangxi-Sowjet, wo er den chinesischen Namen Li De annahm.

In Jiangxi wurde er Mitglied der KPCh-Führungsgruppe und hatte einen gewissen Einfluss auf die Parteipolitik und -taktik. Braun hielt seine Beteiligung an einer persönlichen Abhandlung fest, Ein Kominternagent in China 1932-1939, obwohl einige Historiker dies als eigennützige Aufzeichnung von Ereignissen betrachten.

Braun war einer der wenigen Ausländer, die am Langen Marsch beteiligt waren. Seine Position wurde auf der Zunyi-Konferenz und in Yan'an in Frage gestellt und untergraben, wo Mao Zedong und seine Anhänger Braun und den anderen "alten Bolschewiki" die Kontrolle über die Partei entzogen. Braun blieb bis 1939 in Yan'an, bevor er in die Sowjetunion und nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland zurückkehrte.

Zitierinformation
Titel: "Otto Braun"
Autoren: Glenn Kucha, Jennifer Llewellyn
Herausgeber: Alpha-Geschichte
URL: https://alphahistory.com/chineserevolution/otto-braun/
Veröffentlichungsdatum: 16. Januar 2016
Datum zugegriffen: 04 Dezember 2022
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