Sun Yixian

Sonne Yixian

Sun Yixian (1866-1925, Wade-Giles: Sun Yat-sen) war ein wichtiger politischer Führer, Schriftsteller und Philosoph des frühen 20. Jahrhunderts. Suns Beitrag in den frühen Stadien der Revolution war so bedeutend, dass viele ihn als "Vater des modernen China" betrachten.

Sun Yixian wurde in einer bürgerlichen Familie in der südchinesischen Provinz Guangzhou geboren. Als Kind wurde er in Hawaii ausgebildet, bevor er ein Medizinstudium in Hongkong abschloss. Während seiner Zeit in Hongkong wurde Sun als Christ getauft und heiratete Soong Ching-Ling, die Schwester der zukünftigen Frau von Jiang Jieshi.

Nach seiner Ausbildung zum Arzt reiste Sun durch Asien, Europa und die USA. Im Ausland arbeitete er fleißig daran, nationalistische und republikanische Gruppen wie die Revive China Society (gegründet 1894 in Hawaii) und die Tongmenghui (gegründet 1905 in Japan) aufzubauen und zu fördern. Suns Anti-Qing-Aktivitäten machten ihn in China unerwünscht, so dass er fast zwei Jahrzehnte im Exil verbrachte.

In 1905 begann Sun, die politische Philosophie zu artikulieren, für die er am besten bekannt ist: seine drei Prinzipien des Volkes. Sun und die Tongmenghui organisierten oder sponserten auch mehrere Anti-Qing-Aufstände, die alle scheiterten.

Ironischerweise war Sun in 1911 in den USA und war weder direkt am Aufstand in Wuchang noch an der darauf folgenden Xinhai-Revolution beteiligt. Er kehrte im November 1911 nach China zurück und wurde im folgenden Monat zum Präsidenten der provisorischen republikanischen Regierung gewählt.

Im März 1912 übergab Sun die Präsidentschaft an Yuan Shikai, nachdem er einen Deal zur Sicherung der Abdankung des Qing-Kaisers Puyi abgeschlossen hatte. Sun begann den Kampf um die Wiederherstellung der fehlgeschlagenen republikanischen Nationalregierung - zuerst gegen die imperialen Ambitionen von Yuan Shikai, dann gegen die durch den Warlordismus geschaffenen Spaltungen. Im August 1912 konsolidierten Sun und seine Anhänger mehrere kleinere Gruppen zu einer einzigen nationalistischen Partei namens Guomindang.

Für den Rest seines Lebens befasste sich Suns Führung mit dem Aufbau einer politischen Partei und eines militärischen Apparats, die China wiedervereinigen könnten. 1921 bildete er eine von Guomindang geführte Regierung in der Provinz Guangzhou. Sun schmiedete auch ein Arbeitsbündnis mit der Komintern und der Führung der Sowjetunion, die moralische und finanzielle Unterstützung leistete und bei der Gründung der Huangpu-Militärakademie (1924) half.

Unter Suns Anleitung machte der Guomindang den Weg für die chinesische Wiedervereinigung frei, doch Sun selbst erlebte es nicht und starb im März 1925 an Leberkrebs.

Die politischen Philosophien von Sun waren so weit gefasst und allgemein anerkannt, dass sowohl der nationalistische Guomindang als auch die Kommunistische Partei Chinas Sun Yixian als ideologisches Aushängeschild bezeichnen.

Zitierinformation
Titel: "Sun Yixian"
Autoren: Glenn Kucha, Jennifer Llewellyn
Herausgeber: Alpha-Geschichte
URL: https://alphahistory.com/chineserevolution/sun-yixian/
Veröffentlichungsdatum: 12. Januar 2016
Datum zugegriffen: 25. Juni 2022
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