Charles de Broqueville (Belgien)

Charles de Broqueville

Charles de Broqueville (1860-1940) war ein Politiker der katholischen Partei und belgischer Premierminister für fast den gesamten Ersten Weltkrieg.

Aus einer wohlhabenden Familie in der Nähe von Moll wurde Broqueville vor seinem 22. Geburtstag in das belgische Parlament gewählt. Als Mitglied der mächtigen katholischen Partei hatte Broqueville mehrere Ministerposten inne, bevor er 1911 Parteivorsitzender und Premierminister wurde.

Mit der Verschlechterung der europäischen Spannungen übernahm Broqueville 1912 die persönliche Kontrolle über das Kriegsministerium und ordnete die Erweiterung und Modernisierung des belgischen Militärs an. Seine Vorbereitungen wurden später durch das deutsche Ultimatum und die Invasion im August 1914 gerechtfertigt.

Selbst als deutsche Truppen Belgien und seine Großstädte besetzten, behielt Broqueville - inzwischen im französischen Exil - die Neutralität seines Landes bei und weigerte sich, entweder ein Bündnis mit Großbritannien und Frankreich oder eine verhandelte Kapitulation mit Deutschland in Betracht zu ziehen.

Diese Probleme plagten seine Kriegsführung und führten schließlich zu Broquevilles Rücktritt im Juni 1918. Trotzdem blieb er in der Politik, hatte mehrere Nachkriegsministerien inne und war von 1932 bis 34 wieder Premierminister.

Titel: "Charles de Broqueville (Belgien)"
Autoren: Jennifer Llewellyn, Steve Thompson
Herausgeber: Alpha-Geschichte
URL: https://alphahistory.com/worldwar1/bertrand-russell/
Veröffentlichungsdatum: 10. Juli 2017
Datum zugegriffen: 09.August 2022
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